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Kurzinfo Veränderungsdialog

Anlass und Ziel: Die Diskussion über ein besseres Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz ist in vollem Gange. Proteste, Volksbegehren, Kommissionen, Gesetzes nderungen werfen Schlaglichter auf diese Diskussionen. In Baden-Württemberg hat die Debatte um das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ einen Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft hervorgebracht, in dessen Zuge man sich auf Eckpunkte für eine Gesetzesnovelle einigte. Im Juli 2020 trat das Biodiversitätsgesetz in Baden-Württemberg in Kraft. Im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg 2021 ist von einem „Gesellschaftsvertrag zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Lebensmittelwirtschaft, Handel und Verbraucherinnen und Verbrauchern“ die Rede.

Mit dem Ziel, eine Basis für eine neue, bessere und an gemeinsamen Zielen ausgerichtete Zusammenarbeit der Akteure aus den Bereichen der Landwirtschaft, des Naturschutzes und Lebensmittelhandels in Baden-Württemberg zu schaffen, haben die Verbände Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband (BLHV), Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV), Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AÖL) und Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg gemeinsam den Veränderungsdialog angestoßen. Finanziell und ideell unterstützen das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) sowie das Ministerium für Ern hrung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) des Landes Baden-Württemberg das Projekt. Im Rahmen des Projektes will man sich auf konkrete, gemeinsame Handlungsoptionen (Maßnahmen; Projektideen) verständigen, mit denen in einem Folgeprozess an der Verwirklichung der gemeinsamen Zukunftsbilder gearbeitet wird. Das Projekt versteht sich als eine wichtige Ergänzung zu weiteren bestehenden Gremien in Baden-Württemberg.

Ziel ist die Gestaltung von Agrarökosystemen in Baden-Württemberg, die unsere natürlichen Ressourcen sowie die Umwelt schonen und fördern, Lebensmittel erzeugen und Landwirtinnen und Landwirten eine wirtschaftliche Perspektive bieten.

Ablauf: Das Projekt läuft von April 2021 bis Ende 2023 und gliedert sich in folgende Prozessschritte:

In einem ersten Schritt geht es um die Analyse von Konfliktlinien und Identifikation gemeinsamer Zukunftsbilder und Handlungsfelder. Darauf folgen Reflektion und Validierung der Zwischenergebnisse mit weiteren Akteuren. Dazu gehören die Rückkopplung mit weiteren gesellschaftlichen Akteuren und der Basis sowie die Konsultation von Expert*innen zu den identifizierten gemeinsamen Handlungsfeldern und -optionen mit dem Fokus auf deren Umsetzbarkeit und Wirkung. Zudem wird der Dialog konkret vor Ort geführt, mögliche Projektideen entwickelt und einige davon bis zur Umsetzungsreife gebracht. Zum Abschluss fassen ein Projektbericht und eine Roadmap die Ergebnisse zusammen und werden den beiden Ministerien überreicht.

Mitwirkende: Das Projekt richtet sich vor allem an die Gruppierungen und Akteure in Baden-Württemberg, die mit dem Themenfeld Landwirtschaft, Naturschutz und Lebensmittelhandel in Berührung stehen. Die Akteursgruppen werden über die jeweiligen Interessenvertretungen angesprochen und unterschiedlich intensiv in die Prozessschritte eingebunden. 

Die Akteure sind in folgenden Gruppen organisiert: 

MitgliederBLHV, LBV, AÖL, NABU (Projektantragsteller, Vertretungen aus dem Hauptamt), UM und MLR als Gäste
AufgabeSteuert in Rückkopplung mit den Verbänden das Projekt, berät in regelmäßigen Abständen über den Projektverlauf, legt die Teilnehmenden der weiteren Gruppen fest

Kerngruppe

MitgliederBLHV, LBV, AÖL, NABU (Vertretungen aus dem Hauptamt & Ehrenamt), BUND, LNV, LVEO, Weinbauernverband (badisch/württembergisch), EDEKA, REWE, Landjugend Württemberg-Baden, UM/MLR als Gäste
AufgabeReflektiert und diskutiert die Ergebnisse aus den Prozessphasen, begleitet den Prozess kontinuierlich und ist zu allen zentralen Zwischenschritten eingebunden, speist inhaltliche Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Prozesses ein

Schematischer Projektablauf

Zielsetzung

Einigung der Akteure auf konkrete, gemeinsame Handlungsoptionen (Maßnahmen, Projektideen), mit denen sie in einem Folgeprozess an der Verwirklichung der gemeinsamen Zukunftsbilder arbeiten wollen.

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